Feb 26 2009

AntiThesen…

Ich würde mich ja gerne mal wieder an den Schlangen in den Supermärkten auslassen, oder der Autofahrerei von Primaten, die ansonsten das Wasser nicht halten können, oder an der Politik… aber damit würde ich mich zu früh wiederholen. Immerhin habe ich alle o.g. Themen schon oft genug angesprochen und mir durch die Runterschreiberei unlängst ein Ventil gesucht. Das Ganze ist auch nicht wirklich wichtig oder interessant…

Was mich momentan mal wieder schwer beschäftigt, ist die Vergänglichkeit und die Nichtigkeit von allen Dingen, denen man persönlich viel zu viel beimisst.
Für meine konzeptionelle (künstlerische, das sollte erwähnt werden) Arbeit momentan recherchiere ich gerade in verschiedenen Büchern (in der Tat sind diese Bücher sehr interessant, werden aber aufgrund der Geheimhaltung des Projektes vorerst nicht erwähnt!) und stoße immer wieder auf Zeitungsartikel, Internetbeiträge und TV-Dokumentationen, die sich allesamt irgendwie mit eben dieser Thematik in Verbindung bringen lassen.

DJBeispielsweise Ur- und Endknall. Faszinierende Themen.
Das Universum ist nach wissenschaftlichen Berechnungen etwa 13,7 Milliarden Jahre alt und wenn alles gut geht, dann dauert es noch ungefähr 27 Milliarden Jahre bis zum final big bang, dem sog. Endknall. Dann wäre Schluss. Ich meine damit das gesamte Universum, nicht die Erde (Alter: ca. 4,6 Mrd. Jahre)! Schluss mit allem.
Es ist jetzt schon kein Trost mehr sich vorzustellen, man würde nach seinem Ableben irgendwo unter der Erde liegen und beflissene Familienangehörige und/oder Freunde gießen ab und an die Stiefmütterchen und man sähe von irgendwo herab auf das Treiben unter einem; sei es als Geist, als Engel oder nach buddhistischem Glauben als Baum, Vogel, Mücke oder Schwertwal. Wer’s glaubt, wird seelig. Ha ha…
Und da bewiesen ist, dass Energie ja weiter existiert, da sie nicht vernichtet werden kann (sie kam aus dem Nichts, warum kann sie dann nicht wieder ins Nichts verschwinden? Okay, das sollen die Weisen klären…), irren wir also energisch – oder energetisch – durch die Gegend und warten, bis wir als Teilchen für irgendwas recycelt werden.
Wenn wir Glück haben - als Licht einer Glühbirne im Striplokal. Da haben wir dann wenigstens was zum Gucken.

Aber wenn einem mal wirklich bewusst wird, wie vergänglich alles ist, wie klein die eigene Existenz, wie unbedeutend sich eigentlich alles Individuelle der Gesamtheit gegenüber darstellt, dann könnte man glatt meinen, man wäre besser dran, wenn man nicht über sein unwürdiges Dasein nachdenkt und sich am besten selbst die Kugel gibt.

Nö. Weit gefehlt.
Eben das macht es einzigartig: der pure Individualismus; das Geschenk, dass man ein paar Minuten hier sein darf. BastelstundeBewusst alles wahr zu nehmen, was einem umgibt, auch wenn Umstände wie Krankheit, Tod und Trauer es einem nicht immer leicht machen. Aber es bleibt einem, sich zu wundern: über die Existenz, die vielleicht endliche Unendlichkeit, das Leben und das, was man damit anstellen kann, wenn man einigermaßen klar in der Birne bleibt.
Ich glaube schon lange nicht mehr an einen “Sinn des Lebens” – von religiösen Gedanken abgesehen (jegliche theistische Theorie entbehrt sich mir jeglicher Logik) bleibt mir nach jahrelangem Suchen und Grübeln eigentlich nur der Schluss, dass das alles Physik und ein reines ‘Wunder’ ist, das es nicht zu begreifen gilt. Jedenfalls nicht zu unserer Zeit (es geht um die Frage, woher das Alles kommt und ob die Unendlichkeit des Universums wirklich unendlich ist und wenn nicht – was ist dahinter?).

Dass da ein Schöpfer hinter stecken soll finde ich fast schon lächerlich. Alle die, die die Urknalltheorie leugnen und behaupten, dass es die Erde noch gar nicht so lange gibt, wie wissenschaftlich bewiesen, sondern irgendjemand sich gedacht hat “och, wat mach ich heute? Hm… *grübel*… ich leg mal ‘n Adam und schnitz’ ihm aus seiner Rippe ‘ne kompatible Eva… ‘n bissken Krieg, Blut, Hölle, Tod & Teufel dabei, damit’s auch nicht langweilig wird…” – sorry, aber den Sarkasmus kann ich mir nicht sparen: wieso braucht der Mensch an sich immer für alles einen Beweis, eine logische Erklärung (wie beispielsweise beim Darwinismus), nur wenn es um den Prozess des Lebens geht, kommt bei manchen nur etwas Unerklärliches, nicht beweisbares in Frage? Und wieso wird weiterhin nach Reliquien gesucht, nach Beweisen; dem Heiligen Gral?
Wenn Fossilien von vor Millionen von Jahren gefunden werden, dann müssten Beweise von vor 2000 Jahren viel leichter auffindbar sein. Aber nein, dem ist nicht so.

Okay, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die für den Menschen nicht nachvollziehbar, nicht greifbar sind und das es evtl. so etwas wie Paranormales geben kann ist für mich realistischer als ein Schöpfer bzw. jemand, der aus dem Nichts kommt, ein bisschen Universum backt und all die bösen Buben nach ihrem Ableben in der Hölle schmoren lässt; bis ans Ende ihrer Tage. Wann auch immer das sei: dies müsste mal definiert werden…

Something about the past.Ich bin ganz klar Atheist. Das ist nichts neues. Aber in letzter Zeit komme ich immer wieder auf diesen Grundsatz zurück und denke ihn für mich selbst durch. Gezwungenermaßen auch durch das, was ich momentan kreiere. Es könnte also durchaus möglich sein, dass ich in nächster Zeit sehr viel mehr darüber loswerden muss. Auch schriftlich.

Na ja, letztendlich bleibt mir für heute nur zu fragen: was will ich damit sagen?
Ganz klar: völlig scheißegal, was man macht, solange Ethik und Moral es zulassen (nein, das ist kein Widerspruch: der Weg ist das Ziel und was man daraus macht das Wichtigste). Ob man sich die Haare färbt, ‘ne Tüte raucht, in einer Punkband spielt, ins Fußballstadion geht oder in die Oper, ob man sich besäuft und die Puppen tanzen lässt, oder jeden Tag 40 Rosenkränze betet: am Ende sind eh alle gleich. Und zwar Nichts.
We’re all just dirt in the ground” sang Tom Waits. Und da hat er verdammt Recht.
Also: weiter machen und Spaß haben.
Prost.


Feb 20 2009

Von Mäusen und Männern…

(Hm, kein schlechter Titel. Vielleicht sollte ich ihn als neuen Buchtitel verwenden. Gab’s da nicht mal einen Film? Hm… auch scheißegal.)

Man, mSommer's in blooman, man, ist das alles enervierend… in absehbarer Zukunft gehöre ich also auch zu denjenigen, die in Deutschland Kurzarbeit machen müssen. Keine Schlechte Sache an sich: man behält seinen Job und hat mehr Freizeit.
Okay, eigentlich bräuchte ich mehr Kohle, weil ich ja dann mehr Zeit zum ausgeben habe, aber ich schätze, dass da niemand Verständins für haben wird… ;-)

Wofür ich allerdings kein Verständnis habe, sind die Unkenrufe und die kleingeistigen Anmerkungen bzw. Sprüche v.wg. “Nee, kann ja wohl nicht wahr sein, ich brauche das Geld!” oder “was bilden die sich ein! Wovon soll ich das und das denn zahlen? Ich hab mir ein neues Auto gekauft…” (…)
Ich hab’s mal auf mein Gehalt runter gerechnet – letztendlich mache ich zwar The great pretenderEinbußen von einigen Kisten Bier im Monat, aber dafür behalte ich meinen Job. So viel weniger ist es gar nicht und ich bin froh, dass es nicht schlimmer gekommen ist. Aber nein, irgendeine Krähe muss ja wieder ihren Senf dazugeben.
Das sind meist die, die ein nagelneues Handy brauchen oder sonstigen elementaren Scheiß, ohne den die menschliche Existenz in der heutigen Zeit nicht überstehen würde. Man, was kotzt mich das an…

Aber zum Glück gibt’s ja noch die anderen Primaten, die entweder zu spät kommen, oder gar nicht, undurchdachten Müll labern oder von Dingen, von denen sie keine Ahnung haben; die, die keine Entscheidungen treffen können und die, die alles durchweg planen müssen um existieren zu können. Tja, und dann die plötzliche Inventur, die meine Fotoshootings völlig über den Haufen wirft.
Alles gerade Stand der Dinge in meinem aktuellen Alltag. Dafür musste ich dann leider bereits geplante Termine teilweise absagen, was mir mehr als unangenehm ist. Aber: aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Vielleicht kriege ich meine neue Idee (übrigens etwas, das schon Tausende vor mir gemacht haben, nur im anderen Stil…) ja noch vor meiner Auswanderung geschissen – denn wenn das so weiter geht, wie es momentan läuft, können mich einge Bekannte und die Menschen generell komplett am Arsch lecken. Die beiden wichtigsten Gründe: Jesus!unzuverlässige Aussagen über geplante Termine, keine konkreten Aussagen und dieses “ah, ich weiß noch nicht, vielleicht, Bock hab ich schon, aber wenn was dazwischen kommt, dann nicht, muss ich gucken, abwarten…” und eine Email, die mich zwar nicht wirklich juckt, aber einfach nur dreist und schwachsinnig war. Und damit ist diese erste Bekanntschaft, die mal eine langjährige Freundschaft noch in Essen war, kurz davor mir egal zu sein und die zweite von meiner Seite gekündigt, weil es einfach nur eine Beleidung meiner Person war; undurchdacht, ohne jedwede Grundlage, aus der Luft gegriffen und schwachsinnig. Darauf verzichte ich problemlos, ohne mit der Wimper zu zucken.
Ist vergleichbar mit einer sofortigen Trennung von einer Partnerin, wenn eben diese fremd gegangen ist oder lügt. Da kann ich dann noch eigener sein als sonst schon…

Aber es bleiben noch die, bei denen ich mich darauf verlassen kann, dass nicht irgendeine schwachsinnige  Äußerung getätigt wird. Wenn es auch nicht viele sind, so sind es aber wenigstens eine Handvoll, mit denen ich immer noch gerne Kontakt habe. Wie beispielsweise mein Cousinchen und der Rest ihrer Bagage – oder engste Freunde.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich nicht schon ganz aus Deutschland raus bin. Irgendwie hofft man ja immer noch auf Hoffnung und das Gute im Menschen.
Na ja, Hoffnung ist übertrieben… man freut sich eben immer wieder über die Ausnahmen, die man selten trifft. Aber es gibt sie.
In der Zwischenzeit machen wir dann eben weiter mit dem Kram, den wir eh schon machen und vernichten weiterhin Bier und Wein in der Hoffnung, dass es alle restlichen Emotionen abtötet… ;-)


Feb 13 2009

Lasst Bilder sprechen…

Johnboy…schönes Wochenende da draußen!

Lasst es Euch gut gehen, feiert schön und kommt mich besuchen – ich mach auch Fotos… ;-)
[Alles Neue gibt's am Sonntag oder Montag - und dann auch die Website überarbeitet. Ich arbeite daran...]

Hier noch ein fetter Gruß an Sascha (meinen persönlichen Jesus) Oli & Gina (Mr. & Mrs. Rock’n Roll) und Christel, mein persönliches Hallelujah!Lieblingsmodel!

Ich hab zwar eigentlich mehr zu erzählen, aber einfach keine Zeit..

Nebel


Feb 10 2009

It doesn’t, not at all, come from above…

Es ist schon seltsam, was einem alles so durch den Kopf geistert, wenn man einige Zeit lang fast isoliert von der Außenwelt lebt und die einzige Unterhaltung mit zwei Hunden statt findet…

So war es vor kurzem, aber es war interessant. Generell hocke ich oft vor meiner Arbeit, egal was es ist, und denke über Dies und Jenes nach. Aber so ganz ohne Radio, Fernseher, Internet usw. ist es doch ein Unterschied.
Und das ist gut so – gerne wieder!

Heute geht’s noch mal ein paar Stunden in das Studio eines Kumpels und Jesus muss noch ein paar mal dran glauben – dann wird in den nächsten Tagen erst alles verarbeitet, was in den letzten Tagen, Wochen & Monaten so entstanden ist. sk_notfromabove
Eine geile Location habe ich bereits am Sonntag aufgesucht – leider war es ein wenig zu Dunkel und zu nass; schöner alter Turm, altes Gemäuer, alte Treppen und dunkle Ecken, um jemanden da rein zu setzen. Im Idealfall bei etwas besserem Wetter mit zwei, drei Leuten, einem Sixpack und ohne Zuschauer, wie letzten Sonntag…

Zurzeit entsteht eine “Motto-”Strecke mit bearbeiteten Fotografien, die ich nach der Ausstellung Ende März/April veröffentlichen will. Hierbei muss ich sagen, dass es sich um ein Thema handelt, das wahrscheinlich niemand von mir erwartet.
Oder eben doch – je nach Sichtweise…

Aber nach dem heutigen Shooting werde ich mich erst mal um den Ausbau dieser Seite kümmern. Wenn man ein bisschen sucht, findet man tatsächlich noch ein paar Reliquien meiner alten Webseite – und das sollte verhindert werden.

In diesem Sinne: Prost!


Feb 3 2009

Der Februar fängt äußerst mager an…
An dieser Stelle wünsche ich einem guten Freund aufrichtes Beileid, sowie meinem Dad, der einen schweren Verlust erlitten hat.

Eigentlich habe ich aufgrund der Ereignisse zum Thema Kunst, Musik oder sonstigen geistigen Ergüssen nicht viel zu sagen. Außer, dass mich beides sehr berührt hat.

Gestern habe ich mein Profil bei der “View” (Stern) gelöscht; der Laden entwickelt sich langsam zu einer Plattform für Spinner, Spanner und Schwachmaten. Die Leute, die ich dort kenne und mit denen ich mich ab und zu austausche, finde ich auch in anderen Fotocommunitys. Dafür muss ich mich nicht noch zusätzlich mit dem Stress belasten. Witzig waren besonders (mal wieder) Anmerkungen von vermeintlichen Fotografen, die nur ihre Sichtweise tolerieren und alles, was an ihren geistigen Horizont eckt, sofort gnadenlos verurteilen. Für diese Form der Zeitverschwendung ist mir mein Leben einfach zu schade…