Mrz 26 2009

Pause…

 Strange Love  Scarecrow  Death whispered a lullaby

So, ich werde mich jetzt mal für vier Tage ins Ruhrgebiet begeben. Ab Sonntagabend geht’s weiter.
Wenn also jemand einen beigefarbenen 77′er Ford Taunus sieht: einfach mal winken oder hupen, dat bin dann ich. ;-)

Shootinganfragen per Email oder telefonisch sind weiterhin gerne willkommen. Email könnte allerdings ein paar Tage dauern. Im Menü auf der rechten Seite habe ich mal das Impressum hoch geladen, falls jemandem die Kontaktmöglichkeiten fehlen.

Also: Rock’n Roll & schönes Wochenende!

Ficken?


Mrz 21 2009

Wenn man Freitags frei und nichts besseres vor hat…

1999.Um den ganz normalen Ablauf einer Brauereibesichtigung eines bekennenden Biertrinkers aus der Sicht eines eben solchen zu schildern, werde ich jetzt versuchen, den Ablauf des gestrigen Tages zu rekonstruieren. Der fortschreitende Zyniker unter uns, also ich, wird zum Ende vielleicht feststellen wird, dass die einzig wahre Philosophie die im Geist des Weines ist…

13:00 Uhr – Feierabend, weil Kurzarbeit. Freitag und die nächsten zwei Wochen Urlaub. Ich will einen Arbeitskollegen noch eben zur Werkstatt fahren, damit er seinen Wagen abholen kann und benötige selbst geschlagene Zehn Minuten, um meinen Taunus zum Start zu bewegen. Der Kollege neben mir pumpt solidarisch und parallel zu mir ein imaginäres Gaspedal auf und ab. Kleine Kinder südländischer Immigranten sammeln sich langsam und hören sich das Geblubber an. Mir kommt der Schweiß.
Nicht aus Wut oder Verzweiflung. Ich habe ganz einfach eine zu dicke Jacke an. Wer konnte ahnen, dass der Wetterbericht tatsächlich mit dem aktuellen Wetter übereinstimmt?
Ich denke darüber nach, warum ich mich nicht aufrege und bin auch ganz froh darüber, dass es mir egal ist, dass das Blech unter mir nicht sofort an springt. Sonderlich eilig habe ich es nicht. Ich bin älter, ruhiger und besinnlicher geworden.

13:10 Uhr – ich baue mir aus einer leeren Bierflasche, Benzin und meinem zerrissenen T-Shirt einen Molotow Cocktail und werfe ihn auf die Dreckschleuder, die mir zehn Minuten meiner Zeit gestohlen hat, verscheuche alle rum stehenden Blagen und hole mir in der Dönerbude ´ne Flasche Raki, um wieder runter zu kommen… ;-)

13:10 Uhr – Nein, ernsthaft – der Wagen springt an und ich fahre meinen Fahrgast zur Werkstatt, dann schnell nach hause und duschen, irgendwas anziehen (wobei die Betonung auf „irgendwas“ liegt. Bei einer Brauereibesichtigung isses eh scheißegal, worauf sich der Sud zu fortgeschrittener Stunde verteilt) und schon geht’s weiter: Decke und Schlafsack eingepackt, da ich nicht zuhause pennen werde und los zum Kumpel, bei dem noch etwas gegessen und schon mal vorgeglüht wird. Aus dem Autoradio dröhnt Talk Talk. Ich fühle mich gut.

15:00 Uhr – Prost. Bei der Zubereitung von je einem Kilo Nudeln und Bolognese muss erst mal ein Bier getrunken werden. Es wird über Gewürze gefachsimpelt, über den folgenden Nachmittag und Abend und das Salz macht durstig.

16:00 Uhr – voll gestopfte Bäuche fläzen sich auf der Couch. Zur besseren Verdauung einen Magenbitter. Wir haben zu viel gegessen. Die Lust auf eine Brauerei sinkt und wir denken darüber nach, nicht hin zu gehen.

16:05 Uhr – wir gehen los. Treffpunkt: eine alte Kneipe. Vorher natürlich noch Begrüßung in der Kneipe (ich kenne da nur zwei Leute, weil ich trotz Durst Kneipen, seit ich denken kann, meide). Die üblichen Sprüche, das übliche Gelächter, die übliche Lokalrunde – es gibt braunen Kümmel. Für den Magen. Natürlich.

16:30 Uhr – dem Magen geht’s ein wenig besser. Mit noch zwei Kümmel fast schon wieder hervorragend. Kümmel hinterlässt bei mir einen unangenehmen Nachgeschmack, der scheinbar nur mit Bier beseitigt werden kann.
Und bei geschätzten 0,8 Promille fängt’s an: die Murmel da oben erinnert sich plötzlich an ganz andere Momente und will sie irgendwie fest halten. Dagegen soll angeblich Kümmel ganz gut helfen.

17:15 Uhr – Versammeln vor dem Bus. Auch ohne dass ich mitfahre wäre mir nur im Vorbeilaufen sofort klar geworden, dass es sich hier um eine Kneipengang handelt, die irgendeinen Ausflug plant. Nicht nur wegen der obligatorischen Kiste Bier, die gerade als Wegzehrung in den Bus getragen wird. Den meisten sieht man es einfach an.
Ich erinnere mich plötzlich an Busreisen mit Exfreundinnen nach Paris, nach Italien, an Klassenfahrten, die mal saugeil, mal absolut bemitleidenswert waren.
Ich entschließe mich dazu, nur an die positiven Dinge zu erinnern und fühle mich in meiner Gedankenwelt wohlig gewärmt, während wir Witze über die Suffköppe machen und ich mir nebenbei die eine oder andere lustige Kneipengeschichte anhöre.

17:30 Uhr – Abfahrt. Erst mal ´n Bier. Busfahrten machen durstig. Ich weiß, dass dieser Tagesablauf in meinem Leben niemals einen geregelten Platz einnehmen wird.

18:00 Uhr – Ankunft.

18:15 Uhr – die ersten müssen auf’s Klo. Ich natürlich auch.

18:17 Uhr – scheiße, kein Bier mehr….

18:30 Uhr – die Führung beginnt mit einem Film über die Entstehungsgeschichte. Wir lachen uns kaputt und erzählen durchgehend nur Blödsinn.

18:35 Uhr – die Möglichkeit, dass wir wegen Rumalberei rausgeschmissen werden, wächst…

19:00 Uhr – Tour beendet. Ich erfahre zum ersten mal, dass ich mit einem Eintracht Frankfurt Fanclub gefahren bin. Mittlerweile kenne ich die Namen der meisten. Ich verwechsle sie zwar, aber das scheint keinen zu Interessieren.
Der Älteste unter ihnen erzählt irgendwas von Viagra, während die erste Runde Bier serviert wird.

19:02 Uhr – die zweite Runde Bier folgt stehenden Fußes…

20:50 Uhr – nach unzähligen Bier, Brezeln und Würstchen wird der Heimweg angetreten. Ich freue mich schon darauf, mich beim Kollegen auf die Couch zu setzen, noch einen Absacker zu nehmen und dann zu pennen.
Das wäre natürlich zu einfach gewesen…
Kurz noch am Souvenirshop vorbei und `ne Tüte Quatsch gekauft und los geht’s.

21:00 Uhr – Heimfahrt. Erst mal ´n Bier. Die Opas fangen an zu singen. Ich bekomme Schluckauf. Einer muss pinkeln. Selbst die Frauen singen mit. Man, war das in Afrika geil. Ich sollte unbedingt wieder Musik machen. Jetzt nach hause? Ach was, zweite Halbzeit gucken! Ja sicher, ich bin dabei. Ich hab genug Geld mit. So jung kommen wir nie mehr zusammen…

21:30 Uhr – Ankunft. Die Toiletten sind überfüllt, ich finde mich aus der Not heraus im Damenklo wieder. Das scheint hier wirklich keinen zu interessieren. Nur der Opa, der gerade rein kommt weist mich darauf hin, dass es sich hier um eine Damentoilette handelt.
Ich spare mir die Mühe einer weiteren Aussage und gehe zielstrebig in den Raucherraum, um die zweite Halbzeit mit an zu sehen.

2:00 Uhr – ich weiß ALLES!
Über Schule, Krieg, früher, blaue Pillen, Schnaps, Wetzlarer Kulturgut, Fußpilz, die eine Alte und den, der früher der beste Fußballer hier war. Obwohl sie ja auch saugut waren.
Invaliden erzählen eben gerne vom Krieg.

Trotz 2 Promille kann ich noch relativ klar denken. Glaube ich jedenfalls.
Ich weiß, wie die junge Bedienung heißt, wer alles heute arbeiten muss und wer wen nicht leiden kann.
Wir treten den Heimweg an. Für 5 Minuten Fußweg benötigen wir eine halbe Stunde. Gut, dass ich mein Handy dabei habe. Ich kann ein Beweisfoto schießen, ohne umzufallen. In der Hand eine riesige Tüte mit irgendwas drin. Zigarette drehen geht sogar noch.

Beweisfoto.

Wo is der Kumpel hin?
Ah, hinterm Zaun.
Wo isser denn jetzt wieder?
Ah, auf der anderen Seite hinter der Mauer…
Ich bekomme Muskelschmerzen, während ich ihn halte und die Strasse entlang bugsiere.

8:30 Uhr – ich werde wach. Neben mir liegt eine Tüte mit Gläsern der Brauerei, ein Geschenk. Ich kann mich noch daran erinnern. Neben meinem Handy liegt ein durchgebrochener Bierdeckel mit einem Namen und einer Telefonnummer. Die Bedienung.
Auch daran kann ich mich noch erinnern. Ich werde, jetzt, wo ich dem Transfermarkt wieder frei zur Verfügung stehe, nicht anrufen, weil ich keinen Bock mehr habe.
Aber das geilste ist eine Plastikpackung in der Tüte: eine riesige, aufblasbare Plastikflasche, die ich unbedingt haben wollte.
Wir haben zwei gekauft: die eine stellt ein Arbeitskollege unserem Chef Montag auf den Schreibtisch.
Die andere, die ich unbedingt haben wollte, liegt jetzt bei mir im Schrank…
Alles in allem bin ich um einige Euros ärmer und freue mich schon wieder auf die Tage, an denen man in irgendwelchen Gärten grillt, anstatt sich immer und immer wieder das gleiche Gesabbel anzuhören. Es ist nämlich egal, in welche Kneipen an welchen Ort man geht: es wird überall das Gleiche erzählt.
Eine Tatsache, die seinesgleichen sucht.

Da sitze ich doch lieber zuhause oder bei Freunden, höre Musik und erzähle von meinen Geschichten, oder höre ihnen bei ihren Storys zu. Letztens fiel mir ein fantastischer Moment ein, an den ich noch nie gedacht habe: ich war mal mit einer Exfreundin und ihrer damaligen besten Freundin auf der Ruhr rudern. Die Sonne schien, es war ein richtig schöner Sommertag, die Mädels saßen nur in ihren Bikinis da, ich war der Hahn im Korb, ließ mich aus dem Boot fallen und schwamm ein paar Meter, während die Sonne die Wassertropfen auf ihrer Haut trocknete. Das war perfekt.

Oder die Tage mit den Jungs von der alten Band am Baggersee in Holland. Wir hatten Gitarren dabei und haben gelost, wer fahren musste, damit die anderen Bier trinken konnten. Es war zwar verboten, aber das war uns völlig egal. Das Wasser war klar, die Sonne schien, die Mädels schwammen und wir tauchten nach Bierflaschen, die wir vorher zum kühlen in den See geworfen haben und spielten ein paar Akkorde und lachten, bis uns die Tränen kamen. Das war ebenfalls perfekt.

Ich glaube, ich geh heute bei einem Kumpel grillen.
Prost.


Mrz 19 2009

Na dann…

Pünktlich zum Urlaub kam heute mal wieder ein Rentenbescheid. Was ein Glück, dass ich heute Abend auf einer Brauereibesichtigung bin. Deswegen habe ich auch die nächsten zwei Tage nichts zu sagen.

Außer: Schade, dass die Drecksau Fritzl nicht öffentlich gehängt wird. Mich widern diese Kraturen dermaßen an, dass ich mich freiwillig zum lnychen melden würde…


Mrz 12 2009

Die Autorität des Unvermögens… (Teil II)

Sabrina I

Nachdem ich also nur noch in mich rein grinse (und das tue ich mittlerweile sehr oft), habe ich noch mehr Spaß als früher. Ich könnte mich streckenweise einfach nur kaputt lachen; viele Dinge kann und will ich gar nicht mehr für ernst nehmen.
Seien es in Freundes- und Bekanntenkreise die immer wieder gleichen Problemchen oder nervtötenden Verhaltensmuster, wenn es um immer wieder den gleichen Scheiß geht, der vor Jahren schon aktuell war und der immer noch nicht ins Reine gebracht wurde, oder Eigenarten von Arbeitskollegen, Sinnfragen im Allgemeinen, familiär oder wo auch immer…
Natürlich stelle ich mir auch hin und wieder immer noch die gleichen Fragen und sitze gerne mal bei einer Flasche Wein und Musik sinnierend rum. Allerdings nerve ich mich schon längst selbst nicht mehr damit und schon gar nicht andere.

Mich interessiert einfach so vieles nicht mehr, was früher einmal mehr an Wertigkeit besaß. Ich behaupte auch ganz kackfrech, dass es mich nicht mal mehr interessieren würde, wenn mir irgendwann im Leben jemand fremd gehen würde. Das ist natürlich kein Freifahrtschein – wenn es soweit ist, ist die Beziehung meinerseits beendet und basta. Die Heulerei und die reumütigen Entschuldigungslabereien sind mir schon seit langem zuwider; ich könnte sie selbst bei mir nich mehr ertragen. Fühlt sich jemand erwachsen genug eine folgenschwere Entscheidung zu treffen, ist er auch alt genug um mit den Konsequenzen zu leben.
(Kurz für die Hinterfragenden eingeworfen: nein, es ist nicht aktuell der Fall wie man vielleicht vermuten. Es ist nur ein Gedankenabschrieb, den ich hier von mir gebe.)
Ich hab schon öfter mal gehört “man, ich hab Scheiße gebaut” oder “wie komm’ ich da wieder raus…?” – es ist mir völlig egal, wie irgendwer da wieder raus kommt. Von manchen wenigen höre ich es mir gerne an, viele andere bremse ich einfach aus; weil ich dafür nicht mehr der richtige Ansprechpartner bin.
Damit will ich nicht sagen, dass ich nicht zuhören würde wollen – ich bin nur keine Hilfe mehr für solche Themen. Weil es mich einfach nicht mehr interessiert. So viele Primaten da draußen machen immer wieder die gleiche Scheiße und schlussendlich wollen sie, dass man ihnen verzeiht. Werdet ihr eigentlich nie erwachsen?

NosferatuOhne mit der Wimper zu zucken oder zu lügen kann ich ernsthaft sagen, dass ich noch nie fremd gegangen bin. Wenn ich kurz davor stand und in einer Beziehung war, habe ich diese beendet. Diesen “Reiz des Neuen” habe ich rein sexuell gesehen noch nie empfunden; mir ging es um ganz andere Dinge. Individualität, Sensibilität, innere Schönheit und die Freiheit, sich in einer Beziehung nicht verbiegen zu müssen und einfach nur man selbst zu sein (Übrigens sind die Zehn Jahre bald um. Jetzt würde es erst Recht nicht mehr funktionieren. Grüße…), Respekt und das Gefühl, zusammen zu gehören.

An dieser Stelle grüße ich einen alten Kumpel aus Essen, den ich durch Zufall vor kurzem am Telefon hatte, als ich mit meinem Dad telefoniert habe. Ich habe Deinen Spruch nicht vergessen und bringe ihn noch heute zu jeder entsprechenden Gelegenheit an: “bevor du so’n Scheiß machst, geh lieber vorher auf’s Klo und … dir einen, dann siehst du klarer”.
That’s it.

Vielleicht ist für diese Einstellung auch ausschlaggebend, dass die meisten Beziehungen, die ich – bis auf wenige Ausnahmen – hatte, einfach nur davon geprägt waren, dass bei jeder Kleinigkeit die Hölle los brach. Was wäre erst gewesen, wenn ich nach einer anderen Frau gerochen hätte. Sodom & Gomorrha!
(Obwohl es manchmal wahrscheinlich angenehmer gewesen wäre, sich von Feuer und Schwefel eindecken zu lassen…)
(Okay, ich war der Schwefel, der sich von dem Feuer hat anzünden lassen…)
(Nich’ mit Commander!) 
- Zitat aus “Superstau”, falls den noch jemand kennt… ;-)

Ich will damit sagen: ich komme mit vielen Dingen noch besser klar und nehme so vieles mit (schwarzem) Humor, dass ich bestimmt nicht jemanden ernst nehmen kann, der mich kritisiert und selbst nichts auf die Reihe bekommt. Da kann ich mir auch politische Debatten ansehen. Bei denen wird man auch von Leuten verarscht, die selbst nie richtig gearbeitet haben und einem Dinge ins Ohr schreien, von denen sie nur auf dem Papier Ahnung haben.
(Ich hab’s heute morgen noch in einer SMS erwähnt: nicht umsonst bin ich eifriger Leser der Titanic online).

Da mache ich mir lieber Gedanken um den Vergaser und die Benzinleitung, die ich gleich reparieren werde, während ich mir ein paar Bier trinke und dabei wahrscheinlich die Bloodhound Gang anhören werden. Man könnte jetzt anbringen, dass mir das auch scheißegal sein könnte. Ist es aber aus folgendem Grund nicht: icht tu’s, weil ich Spaß daran habe, weil ich es (teilweise) kann, weil ich Geld spare, ein Auto brauche und es einfach nur ein angenehmer Zeitvertreib nebenbei ist, um den Mus aus dem Hirn zu verdrängen. Mein Jesus kommt gleich auch noch vorbei und wir labern dann gemeinsam irgendeinen Blödsinn…

Ich gebe zu, dass ich mich mal im studi-VZ (bzw. “mein-VZ”) angemeldet habe. Prinizpiell halte ich für mich gar nichts davon – für andere mag es interessant sein; ich bevorzuge für meine Kommunikation immer noch die Email anstatt eine derartige Plattform. Macht aber nix – meine Cousinen scheinen lieber darüber kommunizieren zu wollen als per Email, also bleib ich angemeldet.
Jedenfalls gibt’s da ja tausende von Gruppen. U.a. diverse Künstlergruppen, die sich über Malerei, Fotografie, Musik usw. austauschen und in denen die Mitglieder ihre Werke ausstellen.
Okay, ich hab mich in einigen angemeldet und vor ein paar Tages aus allen wieder abgemeldet. Leute, die derart schlecht sind und wirklich schlechte Bilder, egal ob Fotografie oder Zeichnung, derart in den Himmel loben, können sich gerne weiterhin Zucker in den Arsch blasen; sie können auf mich mit Sicherheit genauso verzichten wie ich auf sie. Da bleib ich lieber bei meinem Blog und den Webseiten, auf denen ich eh schon mit wirke.
Wenn das, was ich da größtenteils gesehen habe, die neuen studierten Künstler sind, na dann “Gute Nacht”. Da kann ich ja gleich wieder nach Marburg gehen und ‘ne Künstlergruppe mit gestalten…

Mein momentanes Lieblingszitat dazu:  
“Wie jetzt durch eine Stellungnahme Martinas gegenüber Stefan bekannt wurde, ist StudiVZ ja soooooo geil LOL. Sie habe dadurch mit Mandy, Paolo und Tine, wo sie echt voll lange irgendwie den Kontakt verloren habe, irgendwie wieder voll den Kontakt und sei schon mehrmals von echt schnafte Typen angegruschelt worden. Stefan, den Fabi auf dem Foto irrtümlich als Stephan verlinkt hatte, hielt dagegen, daß er auf dem Foto irgendwie total scheiße aussehe, ne echt, und behielt sich weitere Schritte gegen Fabi, den Arsch ;D (- ne nur Spaß…^^), ausdrücklich vor. Martina ließ offen, ob sie die Provokation in Mandys Blog hinnehmen wolle, und stellte ausdrücklich klar, daß sie mit dieser Schlammvotze irgendwie echt nicht weiter inner Group drinne sein wolle.
Paolo war zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen, allerdings kennt er Martina ja auch nur über Fabi.”
(titanic-magzin.de)

Was mich allerdings wirklich ein wenig wurmt ist die Tatsache, dass ich nicht auf den Kempener Kunsttagen ausstellen kann, da ich zu wenig Vorlaufzeit für die entsprechenden großformatigen Bilder hatte. Die gute Frau, die die ganze Sache veranstaltet, hat sich nach meiner Absage tatsächlich persönlich bei mir entschuldigt, da sie nicht rechtzeitig geantwortet hat - was ich sehr begrüße und sehr nett fand. Sie hat mich dann eingeladen, mich in zwei Jahren bei der nächsten Veranstaltung zu melden. Wer weiß, was bis dahin ist. Vielleicht bin ich bis dahin in der Klappse. Oder habe mich schon mit der Auswanderung beschäftigt, mit der ich mich zur Zeit anfreunde.
Irgendwann in den nächsten Jahren werde ich testweise mal ein paar Wochen völlig allein irgendwohin abhauen und testen, wo meine Grenzen sind. Bis dahin singt der Chor der Blöden weiterhin…

In diesem Sinne kümmere ich mich also erst mal um mein Schmuckstück unten rechts und genieße, dank Kurzarbeit, den heutigen frühen Feierabend und das lange Wochenende.

Prost.

Balkonblick bei ...


Mrz 9 2009

Die Autorität des Unvermögens… (Teil I)

Darkness & A Crimson Smile

Ich gebe zu, dass ich immer mal wieder in einigen “Kunst”-Foren und diversen Communitys rum stöbere - manchmal öffentlich, größtenteils allerdings anonym als Zuschauer. So verhält es sich auch bei diversen Webseiten von Künstlern, seien es Musiker, Maler oder Fotografen. (Schreiber lasse ich bewusst außen vor.)
Einerseits natürlich um mir Anregungen und Tipps zu holen, andererseits um zu sehen, ob sich manche Arbeiten von mir mit denen anderer messen können. Teils können sie das, teilweise können sie das natürlich nicht und es ist mir immer wieder ein Anreiz, bestimmte Techniken zu erlernen und mich weiter zu entwickeln. Beispielsweise durch die Verwendung eines Grafiktabletts. Vor einigen Monaten war es noch ein Kampf mit dem Teil; mittlerweile ist es gar nicht mehr wegzudenken.

Was ich allerdings loswerden wollte ist die Tatsache, dass so dermaßen viel Schrott im Internet (und auch außerhalb) als Kunst präsentiert wird, dass es sich gar nicht lohnt sich irgendwo längerfristig anzumelden. Da schmieren Leute irgendwelche Leinwände mit irgendwelchen schlecht gemalten Comics voll, stellen ihre Webseiten mit (wirklich unverwechselbar schlechten – den Wiedererkennungswert muss man ihnen lassen…) ihren Werken zur Schau und warten darauf, dass… ja, worauf eigentlich? Dass sie entdeckt werden? Sich öffentlich zu blamieren? Oder sich aufzuregen, dass sie kritisiert werden?

Meist spare ich mir Kommentare zu irgendwelchen Dingen dieser Art. Es ist in keiner Weise verwerflich oder abstößig, wenn jemand gerade angefangen hat zu zeichnen und stolz sein erstes, halbwegs erkennbares BEine Geschichte über Ex-Beziehungen...ild stolz zur Schau stellt. Genauso wenig finde ich es nervig, wenn jemand seit kurzem eine Kamera hat und nun voller Inbrunst seinen Schwarz/Weiß- Modus ausprobiert und diese Bilder als Fotostrecke mit irgendeinem tiefgreifenden Sinn verkauft. Ob es stimmt, sei dahin gestellt. Aber es ist den Menschen doch von Herzen gegönnt.

Was mich allerdings immer wieder einfach nur anödet und nervt, ist die  pure Stagnation und die übertrieben angepriesene Wertigkeit eben dieser, hm… ich nenn’ sie mal Ergebnisse des Stillstandes.
Allerdings muss ich mich dazu auch noch bremsen: ich muss es mir ja nicht ansehen und außerdem vor meiner eigenen Tür kehren. Ist richtig, geb ich zu.

Dann aber kommen mir die in die Quere, die um Kritik fömlich betteln um Tipps zu bekommen und wenn man dann mal was anmerkt, dann wird zurück geschossen. Leute, euch kann ich am meisten leiden. Ernsthaft! Das bringt mich wenigstens immer wieder zum lachen!

So geschehen (mal wieder) vor einigen Tagen in einer der unendlichen Weiten des Internetzes. Ich fand einen Bildbearbeiter, dessen Werke mich eigentlich ansprachen. Sie waren individuell, kreativ und sprachen mich an. Unter den Bilder stand – wie so oft – “Kritik unbedingt erwünscht!” und irgendwas von weiter entwickeln und bla bla bla.
Jedenfalls kommentierte ich, dass ich die Bilder klasse finde, die dargestellte Größe allerdings zu wünschen übrig lässt. Da die längste Seite eines Bildes höchstens 500 Pixel bei 72 dpi maß, wurden Details verschluckt, was zum einen schade ist, weil einfach zu klein, und zum anderen vermuten lässt, dass die Qualität wohl gelitten hat (zum Vergleich: ich bearbeite meiner Bilder in 300 dpi mit einer Kantenläge von ca. 5000 px. Profis arbeiten meist in noch höherer Auflösung).
Kilroy was here!Es dauerte nicht lange, da kam die Antwort auf eines meiner Bilder. Die Ideen wären im Grundsatz okay, aber es fehlten Gefühl, Können, Seele, Tiefgang und was noch alles. Ich solle aber dran bleiben, Übung würde den Meister machen und irgendwann würde ich auch besser werden.
Das dazu.

Ich habe gegrinst, mir ‘n Bier aufgemacht, das nächste Bild bearbeitet und dabei Musik gehört…

- Fortsetzung folgt -


Mrz 3 2009

Alles ist relativ…

Better Day...

Da haben wir’s – dem Franjo tut’s leid! Das hat er zugegeben.

Das stand jedenfalls auf der ersten Seite der Tageszeitung No. 1 in Deutschland. Die, die ich mir gezwungenermaßen jeden Morgen ansehen muss, wenn ich in der Kantine stehe und auf irgendwas warte, was man normalerweise als Lebensmittel bezeichnen könnte.
Okay, ich muss mir die Aufmacher nicht durchlesen, aber mann ist ja von Natur aus neugierig und irgenwas zum lästern braucht der Mensch. Ich lasse dann so Gedanken zu wie “meine Fresse” oder “wen interessiert das?” und Ab und an kommt mir dann auch mal so’n “leck mich am Arsch, was ein Scheiß” in den Sinn. Meist allerdings habe ich nach dem lesen allerdings schon wieder vergessen was da überhaupt stand. Die Verhältnismäßigkeit macht’s eben…

…in Hamburg hat ein 18-Jähriger am vergangenen Freitag seinen Nachbarn erstochen, nachdem er ihn (den Nachbarn) wegen dem Besitz von Kinderpornografie zur Rede gestellt hatte  und nach der Aussage des Pädophilen, dass er wegen einer Behinderung sowieso nicht bestraft werden würde, erstochen. Der 18-Jährige ist geständig. (Glückwunsch. Macht Euch Gedanken, ihr Herren Politiker.)

Ein bereits mehrmals wegen Vergewaltigung Minderjähriger verurteilter Sexualstraftäter, der nach seinen Haftstrafen nun entlassen worden ist und dem keine Sicherheitsverwarung drohte (!), darf frei herum laufen und sucht sich in naher Zukunft eine Wohnung im Raum Mönchengladbach. Lt. Staatsanwaltschaft ist der 57-Jährige stark rückfallgefährdet. (Die Wohnung wird hoffentlich staatlich bezuschusst. Sie sollte auch zentral liegen, damit er schön was zu gucken hat, falls er keinen Job bekommt. Die Obdachlosen da draußen sollten straftätlich werden, damit sie ebenfalls in den Genuss von der sozialen Struktur der Politik kommen.)

Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 3,9% gestiegen. (No future.)

Franjo muss eine Million zahlen.

Who the fuck is Franjo?
Okay, man hat den Namen schon mal gehört/gelesen, aber was macht den Schmierlappen so interessant, dass er als Hauptschlagzeile verkauft werden muss? Bekommt er Geld dafür?
Mit Sicherheit. Das kann er ja auch gut gebrauchen. Hat er eigentlich schon ein Buch geschrieben? Wenn nicht wird’s Zeit: sowas verkauft sich verdammt gut. Keine Ahnung an wen – aber Bohlen’s Buch hat ja angeblich auch niemand gelesen.
Ich geb’s zu: ich hab’s gelesen. (Ja, das war hart…)

Ich komme nicht umhin immer wieder über die Verhältnismäßigkeit nachzudenken. Natürlich komme ich zu keinem Ergebnis. Zum Glück. Sonst wäre ich längst schon an dem Punkt, an dem ich Amok gelaufen wäre. Man glaubt ja noch an irgendwas, auch wenn ich nicht mehr vieles ernst nehmen kann. Aber so ein paar Sachen…
an Momente, die man einfach nur genießt. Grillabende mit Freunden, lustige Fotoshootings, Urlaub, Feierabend, lachen, den finalen Megawitz…
…und daran, dass die Natur sich all das zurück holt, was der Mensch ihm genommen hat. Auf welchem Weg auch immer.